jDownloader Downloads direkt zu OneDrive schieben (Rclone)

Einleitung

Wer jDownloader auf einem Headless-Server (z. B. via Docker/Portainer) betreibt, kennt das Problem: Die Festplatte füllt sich schnell. Anstatt die Dateien erst auf den lokalen PC herunterzuladen und dann wieder in die Cloud hochzuladen, nutzen wir Rclone. Damit verschieben wir die Daten direkt vom Server in den OneDrive-Speicher – mit maximaler Geschwindigkeit.

Voraussetzungen:

  • Zugriff auf den Server via SSH
  • Installiertes und konfiguriertes Rclone (Remote «onedrive» muss existieren)
  • Bekannter Pfad zum jDownloader-Download-Verzeichnis

Schritt 1: Verbindung und Navigation

Verbinden Sie sich zunächst mit Ihrem Server und navigieren Sie in das Verzeichnis, in dem jDownloader (bzw. der Docker-Container) die Dateien ablegt.

# 1. SSH Login
ssh root@10.200.0.4

# 2. Ins Verzeichnis wechseln (Pfad für Portainer-Volumes)
cd /var/lib/docker/volumes/portainer_data/_data/jdownloader/downloads

Schritt 2: Upload zu OneDrive

Wir nutzen den Befehl rclone copyto. Dieser eignet sich hervorragend, um einen kompletten Ordnerinhalt an ein spezifisches Ziel zu senden.

Beispiel: Der lokale Ordner test soll in der Cloud unter filme/Moviez landen.

rclone copyto ./test onedrive:filme/Moviez --progress
  • onedrive: ist der Name der konfigurierten Remote in Rclone.
  • --progress zeigt Ihnen live die Übertragungsgeschwindigkeit und Restzeit an.

Schritt 3: Aufräumen (Lokal löschen)

Wenn der Upload erfolgreich verifiziert wurde (prüfen Sie kurz via OneDrive Web oder App), können Sie den Speicherplatz auf dem Server wieder freigeben.

rm -rf ./test

Optional: Rclone GUI starten

Wenn Sie lieber mit einer grafischen Oberfläche arbeiten, bringt Rclone eine eigene Web-GUI mit. Diese starten Sie wie folgt:

rclone rcd --rc-user=richard --rc-pass=idnos-RCloneNG --rc-allow-origin="http://10.200.0.4:4200"

Sie erreichen die Oberfläche anschließend im Browser unter der IP Ihres Servers (Port 5572 ist Standard, sofern nicht anders konfiguriert).

Profi-Tipp: Große Uploads

Vorsicht bei SSH-Abbrüchen: Wenn Sie das Terminal schließen, bricht auch der Upload ab. Für große Dateien (Filme, Backups) empfehlen wir die Nutzung von Screen oder Tmux. Damit läuft der Upload im Hintergrund weiter, auch wenn Sie die Verbindung trennen.

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